Der Dax-Aufstieg im September 2025 rückte die GEA Group auf einen Schlag in den Medienfokus. Jill Meiburg hatte den Tag von langer Hand vorbereitet. Sie erklärt, was sich für sie und ihr Team geändert hat – und worauf ein B2B-Unternehmen wie der Maschinenbauer verzichten kann.

prmagazin: Frau Meiburg, in der breiten Öffentlichkeit ist die GEA Group eher unbekannt. Woran liegt das?
Jill Meiburg: GEA ist ein reines Business-to-Business-Unternehmen. Unser Geschäftserfolg hängt nicht von einem hohen Bekanntheitsgrad in der breiten Öffentlichkeit ab, wie ihn Konsumgütermarken brauchen. Entscheidend ist vielmehr unsere Reputation bei den für uns relevanten Zielgruppen. Seit dem Aufstieg in den Dax sehen wir hier eine deutlich positive Entwicklung: Wir bekommen zum Beispiel doppelt so viele Initiativbewerbungen wie zuvor.
Die größere Sichtbarkeit durch den Dax-Aufstieg hat also schon Vorteile.
Ja. Ein gewisses Standing in der Öffentlichkeit ist für jedes Unternehmen wichtig, schon als Vertrauensbasis für Situationen, in denen es vielleicht einmal schwierig wird. Jedes Unternehmen ist gut beraten, belastbare Beziehungen zu seinen Stakeholdern aufzubauen – etwa zu Medienvertretern, Entscheidern in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie anderen wichtigen Multiplikatoren. Diese Beziehungen wollen wir weiter stärken. Und höhere Wahrnehmbarkeit ist auch immer gut, um die besten Talente für das Unternehmen zu gewinnen.
Wann haben Sie angefangen, sich auf einen möglichen Dax-Aufstieg vorzubereiten?
Ich bin seit November 2020 bei GEA, und vom ersten Tag an war mein Auftrag, die Kommunikation auf Dax-Niveau zu bringen. Dafür wurde ich eingestellt, schließlich habe ich vorher lange in DaxUnternehmen gearbeitet. Ob GEA selbst einmal in den Dax aufsteigen würde, wusste damals natürlich niemand. Wir haben uns stetig professionalisiert: eine Kommunikationsstrategie inklusive Performance-Messung erarbeitet, neue Kompetenzen aufgebaut und das Führungsteam neu aufgestellt. Heute hat meine Abteilung fünf Teams mit insgesamt 30 Personen. Für mich ist der Dax-Aufstieg die Manifestation einer längeren Reise. Für diesen Moment hatten wir eine gut orchestrierte, integrierte Kommunikation. Wir waren super gewappnet.
Wann wurde daraus ein konkretes Projekt?
Ein halbes Jahr vor dem Dax-Aufstieg war klar, dass es passieren könnte. Da haben wir angefangen, in konkreten Szenarien zu denken. Etwa vier Wochen vorher zeichnete sich deutlich ab, dass GEA aufsteigen würde, und unsere Planung wurde sehr konkret. […]

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