Vor zwei Jahren läutete OpenAI mit dem Sprachmodell GPT-4 eine neue technologische Ära ein. Ein guter Moment für eine Bestandsaufnahme: Künstliche Intelligenz ist in den Kommunikationsabteilungen angekommen, das große Experimentieren ist weitgehend vorbei. Jetzt ist es an der Zeit, das Thema strategischer anzupacken.

Manchmal gibt es Technologien, die die Arbeitswelt grundlegend umkrempeln: das Internet, soziale Medien – und nun generative KI. Vor zwei Jahren machte OpenAI der breiten Öffentlichkeit GPT-4 zugänglich – die vierte Version seines Large Language Models (LLM). Dann ging alles ganz schnell: ChatGTP hielt in der Kommunikation Einzug – inzwischen sind solche Sprachmodelle, die mithilfe massenhafter Trainingsdaten selbstständig Antworten generieren, vielerorts im Einsatz. Zeit für eine Bestandsaufnahme.
KI in der Kommunikation: Vom Hype zur Realität
Wo stehen wir? Einen ersten Anhaltspunkt liefert der im November 2024 veröffentlichte Economist Impact Report („Unlocking enterprise AI: opportunities and strategies“). Der globalen Studie zufolge nutzten zum Befragungszeitpunkt 84 Prozent der Unternehmen generative KI in mindestens einem Bereich – allem voran IT, gefolgt von Marketing sowie Vertrieb und Kundenservice.
Laut einer Deloitte-Studie von Januar 2025 investieren fast 92 Prozent der befragten Unternehmen in KI. Doch nur ein Prozent gibt an, dass die Anwendungen bereits vollständig in die Arbeitsabläufe integriert sind und wesentliche Geschäftsergebnisse liefern. Der Umgang mit der Technologie folgt damit einem typischen Hype-Zyklus: Innovation, Euphorie, Ernüchterung, Konsolidierung – und schließlich ein „Plateau der Produktivität“.
„Viele Unternehmen haben die erste Enttäuschung bereits hinter sich“, sagt Iris Heilmann, Geschäftsführerin der Kommunikationsberatung Palmer Hargreaves. „Jetzt gilt es, das Gelernte nicht zu verwerfen, sondern systematisch zu ermitteln, wie KI langfristigen Mehrwert schaffen kann.“ Auch in der Kommunikation spielt KI bei vielen Aufgaben längst eine große Rolle […]

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Dieser Beitrag ist ein Auszug aus der prmagazin-Printausgabe März 2025.
