Die Energiewende ist nicht tot – doch um die Akzeptanz dieser „Jahrhunderttransformation“ zu sichern, dürfen sich Unternehmen nicht nur an idealistische Narrative klammern, meint Tim Efing von FGS Global.

Die Energiewende hat derzeit einen schweren Stand. Die neue Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche fordert einen Realitätscheck und mahnt, Klimaschutz könne nicht das einzige Ziel sein. Laut einer Allensbach-Umfrage vom Februar befürchten heute gegenüber 2014 mehr als doppelt so viele Menschen (36 Prozent), dass Deutschland infolge der Energiewende weniger wettbewerbsfähig wird. Ein Drittel erwartet durch die Energiewende Arbeitsplatzverluste, 77 Prozent gehen von hohen Belastungen für die Bevölkerung aus.
International betrachtet erscheint die Erreichung der Pariser Klimaziele für das Jahr 2050 immer unwahrscheinlicher. Ursachen dafür sind der wachsende Energiebedarf durch Künstliche Intelligenz sowie der ernorme Fortschrittshunger von Schwergewichten wie Indien und China. Die USA sind aus dem Pariser Abkommen gleich ganz ausgestiegen und sprechen lieber von Energy Addition statt Transition.

Managing Director & Energy Sector Head
FGS Global
Rezession, die steigende Last aus Abgaben und begrenzte staatliche Mittel wirken sich immer spürbarer auf die Leistungsfähigkeit deutscher Unternehmen und ihr politisches wie gesellschaftliches Umfeld aus. Wo Unternehmen samt ihrer Kommunikation eben noch High Fives für ihre grünen Ambitionen sammelten, lauern heute infolge von Preissteigerungen, Stilllegungen alter Gaskessel und gefühlten Polykrisen deftige Ohrfeigen.
Ist die Energiewende damit gescheitert? Mitnichten, wie relevante Zahlen und der Blick über den deutschen Tellerrand zeigen. Um das Vertrauen der Stakeholder in die notwendige „Jahrhunderttransformation“ nicht zu verlieren, braucht es jedoch eine neue, realistischere Erzählung auf allen Seiten. Dabei helfen fünf lehrreiche Beobachtungen. […]

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