Auf den „Gelben Seiten“ stellen die Kommunikationswissenschaftlerinnen Nadine Strauß, Sandra Binder-Tietz, Vesile Cinceoglu und Ingrid Marie Oliva Alvarado eine Studie zur ESG-Kommunikation im Kapitalmarkt vor.
ESG – also Environment, Social und Governance – ist durch regulatorische Vorgaben wie die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) oder die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) zur kommunikativen Pflichtaufgabe geworden. Gleichzeitig wächst der Druck von Investor: innen, Medien und Öffentlichkeit, Nachhaltigkeitsthemen glaubwürdig zu vermitteln. Befragt wurden 111 Kommunikations- und Nachhaltigkeitsverantwortliche im DACH-Raum, ergänzt durch zwölf Experteninterviews. Die Ergebnisse zeigen: ESG-Teams sind inzwischen breit aufgestellt und interdisziplinär vernetzt. Schwerpunkte liegen auf Umweltaspekten. Zentrale Stakeholder sind Mitarbeitende, Regulatoren und Kund:innen. Weiterhin werden Erfolgsfaktoren, aber auch Defizite sichtbar. Während Strukturen und Prozesse etabliert sind, mangelt es an klarer Budgetierung, der Verknüpfung mit Finanz-KPIs und ESG-spezifischen Krisenplänen. Besonders relevant für die Praxis sind sechs Strategien gegen Greenwashing-Vorwürfe – von Greenhushing bis zu externen Audits. Daraus leitet die Studie Empfehlungen ab, die Kommunikationsprofis helfen, ESG glaubwürdig, konsistent und krisenfest zu verankern – als strategische Vertrauensarbeit im Kapitalmarkt.
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