Lehren aus dem Crash

Wie reagierten Unternehmen auf den CrowdStrike-Ausfall im Juli 2024? Und was können Kommunikatoren aus dem IT-GAU lernen? Sarah Ball, Research Director bei Unicepta UK, analysiert für das prmagazin das Social-Media-Echo auf die Krise.

Strohfeuer: Trotz der geringen Anzahl von Social-Media-Beiträgen erzeugt der CrowdStrike-Ausfall überproportional viele Nutzerreaktionen. Am meisten Kritik bekommt Delta Air Lines.

Der CrowdStrike-Ausfall im Juli 2024 war der wohl schwerwiegendste IT GAU der jüngeren Vergangenheit. Er hatte weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen und kritische Infrastruktur weltweit. Ein fehlerhaftes Update der CrowdStrike-Falcon-Sensor-Sicherheitssoftware führte zu Ausfällen auf schätzungsweise 8,5 Millionen Windows-Geräten.

Das entspricht zwar weniger als einem Prozent aller Windows-Installationen weltweit – aber die Auswirkungen sind global spürbar, denn betroffen war insbesondere kritische Infrastruktur: medizinische Einrichtungen, Flughäfen, Personenverkehr, Banken, Börsen, Medien.
Fluglinien wie Delta und United mussten hunderte Flüge streichen, Banken und Börsen erlitten anhaltende Systemausfälle. Der Gesamtschaden wird allein für Fortune-500-Unternehmen in den USA mit rund 5,4 Milliarden US-Dollar beziffert.

Auch in Deutschland waren die Folgen spürbar. Besonders Unternehmen aus dem Finanzsektor und der Automobilindustrie meldeten Betriebsunterbrechungen, die ihre Lieferketten massiv beeinträchtigten. Etwa die Hälfte der hierzulande betroffenen Firmen musste den Betrieb im Schnitt für einen ganzen Tag einstellen.

In sozialen Medien dominierte das Ereignis schlagartig die Diskussion. Erstaunlich: Trotz eines geringen Veröffentlichungsvolumens (Anzahl der Beiträge) erzeugte das Thema überproportional viele Nutzerreaktionen (Engagement) – ein regelrechtes Strohfeuer also. […]


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Dieser Beitrag ist ein Auszug aus der prmagazin-Printausgabe Februar 2025.