Frank Brettschneider, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim, analysiert auf den „Gelben Seiten“ die Kommunikation im baden-württembergischen Landtagswahlkampf 2026.
Ausgangspunkt ist ein Wahlergebnis mit nahezu identischen Kräfteverhältnissen zwischen Grünen und CDU: Beide Parteien kommen im Landtag auf jeweils 56 Sitze, bei den Zweitstimmen trennen sie nur gut 27.000 Stimmen. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir wird Ministerpräsident, seine Partei bildet erneut eine Koalition mit der CDU.
Brettschneider fragt, welchen Stellenwert professionelles Wahlkampfmanagement in dieser Konstellation hat. Außerdem untersucht er, welche Instrumente bei Wählerinnen und Wählern ankommen und welche Rolle klassische Medien, Wahlplakate, persönliche Gespräche und Social Media spielen.
Auf Basis von Umfragedaten zeigt der Beitrag: Plakate werden zwar am häufigsten wahrgenommen, für die Meinungsbildung bleiben aber Medienberichte und Gespräche besonders relevant. Social Media ist besonders für jüngere Zielgruppen wichtig, spricht aber oft vor allem jene an, die den Parteien ohnehin nahestehen – und dient deshalb eher der Mobilisierung als der Überzeugung unentschiedener Wählerinnen und Wähler.
Am Ende steht die Einsicht: Wahlkämpfe folgen keinem Standardrezept. Entscheidend ist die Passung von Themen, Kandidaten, Instrumenten und politischer Ausgangslage.
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