Cyberkriminelle stehlen Daten, täuschen Mitarbeitende, setzen Führungskräfte mit Fake-Inhalten unter Druck und nutzen Desinformation zur Erpressung. Aus einzelnen Angriffsmethoden werden koordinierte Operationen, beschleunigt durch KI. Dennis-Kenji Kipker vom cyberintelligence.institute ordnet ein – und erklärt, was als Nächstes droht.

prmagazin: Herr Kipker, wenn wir auf die Bedrohung durch Cyberkriminelle in Deutschland schauen: Wie gefährlich ist es heute für Unternehmen?

Dennis-Kenji Kipker: Vor zehn, fünfzehn Jahren haben wir Cybersicherheit oft als technisch-organisatorisches Thema verstanden und empfohlen, auf Netzwerksegmentierung, Verschlüsselung und andere klassische Schutzmaßnahmen zu achten. Das hat sich fundamental verschoben. Wir reden nicht mehr nur von einer Cyber-Bedrohungslage, sondern von Angriffen, die mehrere Ebenen verbinden. Schadsoftware verschlüsselt Systeme oder stiehlt Daten. Betrüger geben sich als Führungskräfte aus, um Mitarbeitende zu Zahlungen oder Datenfreigaben zu bewegen. Digitale Lieferketten werden über Drittunternehmen und Dienstleister kompromittiert. DDoS-Attacken legen Websites oder Dienste lahm. Gleichzeitig können Desinformation, Fake-Inhalte oder Identitätsmissbrauch den öffentlichen Druck auf ein Unternehmen erhöhen.
Was ist das Neue daran?
Entscheidend ist: Diese Elemente treten nicht mehr unbedingt getrennt voneinander auf. Wir sehen zunehmend Multivektor-Angriffe, also koordinierte Operationen, bei denen Attacken auf IT-Systeme und öffentliche Manipulation aufeinander abgestimmt sind. […]

Weiterlesen? Den vollständigen Beitrag finden sie exklusiv in der prmagazin-Printausgabe Juni | Juli 2026.
Möchten Sie ein Jahres- oder Probeabo abschließen oder ein Einzelheft bestellen? Hier geht’s zum prmagazin-Shop.
