Warum Unternehmenskommunikation stärker als Orientierungsfunktion für Managemententscheidungen verstanden werden muss, erklärt Christof Ehrhart, Chief Communications Officer von Bosch und Vorstandsvorsitzender der Günter-Thiele-Stiftung, auf den „Gelben Seiten“.
Unternehmenskommunikation darf sich unter den Bedingungen fundamentaler Unsicherheit nicht mehr auf klassische Sendeleistungen beschränken. Sie muss ihren Leistungsanspruch erweitern und stärker als Orientierungsfunktion für Managemententscheidungen verstanden werden. Dieser These geht Christof Ehrhart, Chief Communications Officer von Bosch und Vorstandsvorsitzender der Günter-Thiele-Stiftung für Kommunikation & Management, auf den „Gelben Seiten“ nach.
Ehrhart argumentiert, dass Unternehmen heute in einer fragmentierten, konflikthaften und durch KI zusätzlich verkomplizierten Öffentlichkeit agieren. In einer solchen Lage genügt es nicht mehr, Botschaften sauber zu platzieren oder Reputation allein im klassischen Sinn zu managen. Kommunikation soll vielmehr helfen, die kommunikative Wirkung unternehmerischer Entscheidungen einzuordnen, Veränderungen in Erwartungen und Wahrnehmungen zentraler Stakeholder früh zu erkennen und Managemententscheidungen mit einer eigenständigen kommunikativen Perspektive zu unterstützen. Dafür beschreibt Ehrhart drei zentrale Kompetenzen: Validierung, also kommunikative Zukunftsprojektionen und die Einordnung möglicher Wirkungen; Kalibrierung, also den Abgleich von Managementannahmen mit Stakeholder-Erwartungen und gesellschaftlichem Kontext; und Deutung, also die Verdichtung fragmentierter Beobachtungen zu belastbaren Lagebildern und Gegenwartsprognosen.
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