Führen durch Vorbild

Am 27. Juni ist Jörg Howe als „PR-Manager des Jahres 2023“ ausgezeichnet worden. Der Generalbevollmächtigte Globale Kommunikation & Außenbeziehungen von Daimler Truck erhält den Preis für seine Kommunikation rund um das Thema nachhaltige Mobilität und die starke Positionierung gegen rechts. Die Laudatio hielt der Vorstandsvorsitzende des Stuttgarter Dax-Konzerns, Martin Daum.

prmagazin-Chefredakteur Thomas Rommerskirchen (l.) übergibt Jörg Howe im Beisein von Daimler-Truck-CEO Martin Daum den Seismographen. (Foto: prmagazin/Hojabr Riahi)

Es ist eine „Jahrhundertaufgabe“ – das werden die Vertreter der Lkw-Branche nicht müde zu betonen. Gemeint ist die Transformation der Transportindustrie in Richtung emissionsfreie Zukunft. Zu denen, die sich besonders vehement für das Thema stark machen, zählen Martin Daum, CEO von Daimler Truck, und sein Kommunikationschef Jörg Howe. Der Stuttgarter Dax-Konzern will bis 2039 nur noch CO2-freie Lkw produzieren.

Für die Kommunikation rund um das Thema nachhaltige Mobilität und die Positionierung von Martin Daum als starke Branchenstimme wurde Jörg Howe am 27. Juni im Verlag Rommerskirchen als „PR-Manager des Jahres 2023“ ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt das prmagazin jährlich außergewöhnliche Leistungen eines PR-Profis.

Als Generalbevollmächtigter Globale Kommunikation & Außenbeziehungen flankiert Howe seit rund drei Jahren die Arbeit seines Vorstandsvorsitzenden. Um die Transformation ihrer Branche voranzutreiben, forderten sie die Vertreter von Behörden, Politik und Institutionen immer wieder nachdrücklich dazu auf, endlich tragfähige Konzepte für eine funktionsfähige Ladeinfrastruktur und Energieversorgung vorzulegen. Darüber hinaus bezogen der CEO und sein Kommunikationschef deutlich Stellung zu gesellschaftspolitischen Themen wie dem wachsenden Rechtspopulismus in Deutschland.

In seiner kurzen Dankesrede betonte Howe die gute Beziehung zu CEO Martin Daum: „Das ist so, wie ich mir Arbeiten vorstelle: hemdsärmlig. Du hast Spaß dabei.“ (Foto: prmagazin/Hojabr Riahi)

Mit seinem kommunikationsstrategischen Ansatz bei dem Nutzfahrzeughersteller knüpft Howe an seine erfolgreiche Arbeit bei Daimler (heute Mercedes-Benz Group) an. Bei dem Autobauer verantwortete er von 2008 bis 2021 die globale Unternehmenskommunikation. Seit jener Zeit habe sich die Kommunikation und damit die gesamte PR-Branche stark verändert, blickte Jury-Sprecher Maximilian Schöberl, Kommunikationschef der BMW Group, bei der Preisverleihung wenige Tage nach Howes 67. Geburtstag zurück. „Eine technische Entwicklung jagte die nächste. Alles wurde schneller, vernetzter und transparenter. Nachrichten und News in Echtzeit.“ Howe gehöre qua Geburt der Generation der Non-Digital-Natives an, habe das digitale Zeitalter aber trotzdem in seiner Funktion aktiv mitgestaltet.

Einer von Howes persönlichen Grundsätzen laute: „Führen durch Vorbild“, hob Schöberl hervor. Als solches Vorbild zeichnen den Kommunikationsprofi aus seiner Sicht vor allem drei Aspekte aus. Erstens sei Howe, der jenseits von Preisverleihungen lieber Hoodie statt Sakko über dem Hemd trägt, „locker, leger und lässig“.

Zweitens sei er „transparent, teamorientiert und tatkräftig“. „Dafür“, so Schöberl, „stehen die offenen Meetings für alle Deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie neue Formate wie der ,be a mover‘- Talk.“ In dieser Diskussionssendung, die via You-Tube frei zugänglich ist, interviewt Howe seine Gäste zu der Frage, wie man einen positiven Unterschied in der Welt macht.

„Drittens, und das ist auch eine besondere Note von Dir: Du bist entertaining, energetisch und erfrischend“, sagte Schöberl und bezeichnete Howe scherzhaft als „halb Mensch, halb Comedian“.

Der Preis: eine stilisierte Plastik, die an einen Seismographen
erinnert. (Foto: prmagazin)

In komplizierten Situationen helfen Howe nach den Worten des Jury-Sprechers seine Professionalität und seine Intuition: „Du hast mal in einem Podcast einen wunderbaren Vergleich gesagt: ,Wenn eine schwierige Situation auftritt, dann kann ich nicht noch lange Papiere pinseln und fragen, ob ich das so oder so machen darf, sondern dann musst Du es intuitiv machen. Du musst es schnell machen.‘ Ein wahres Wort, das manche immer noch sehr unterschätzen“, kommentierte Schöberl.

Als Person zeichne sich Howe durch seinen Sinn für Gerechtigkeit aus, dem er stets treu geblieben sei. „Diesem Prinzip folgend, machst Du Dich nach außen mutig stark für das Richtige“, unterstrich der Jury-Sprecher. Besonders imponiert habe ihm Howes Beitrag „Haltung zeigen“, mit dem er sich und sein Unternehmen unmissverständlich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Diskriminierung positioniert habe.

Howe sei ein „großer Meister der Verständigung“ und verdiene den Preis nicht nur wegen seiner Brillanz als Kommunikator, sondern auch als Mensch: „Du verkörperst wie kein anderer die Balance und das permanente Spannungsfeld unserer Branche und der Medienlandschaft. Zwischen dem Brisanten, dem Relevanten und dem Richtigen setzt Du zu jeder Zeit den passenden Ton“, lobte Schöberl.

Auf das Spannungsfeld zwischen Wirtschafts- und Medienwelt ging auch Daimler-Truck-CEO Martin Daum in seiner Laudatio ein. Darin übte er auch dezente Medienkritik […]


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