Dinner mit Thermoskanne

Die Grafik zeigt, welche durch die Pandemie geprägten Bedürfnisse sich in Online-Medien und Google-Suchen widerspiegeln.

Ein Jahr liegen die ersten Corona-Ausgangsbeschränkungen inzwischen zurück. Mehr als 365 Tage, die uns viel abverlangt haben, in denen aber auch vermehrt Grundbedürfnisse und Sehnsüchte in den Fokus gerückt sind. Wie schlagen sich die neuen Lebenswelten in den Online-Medien nieder? Das hat pressrelations für das prmagazin untersucht.

Ein Jahr liegen die ersten Corona-Ausgangsbeschränkungen inzwischen zurück. Mehr als 365 Tage, die uns viel abverlangt haben, in denen aber auch vermehrt Grundbedürfnisse und Sehnsüchte in den Fokus gerückt sind. Wie schlagen sich die neuen Lebenswelten in den Online-Medien nieder? Das hat pressrelations für das prmagazin untersucht.


Wenn die Google-Suche der Spiegel unserer Gesellschaft ist, dann war 2020 das große Jahr des Flaneurs und des Alltagsabenteuers. Mit den veränderten Lebensbedingungen haben sich die Bedürfnisse gewandelt, die uns antreiben. Für das prmagazin hat pressrelations untersucht, wie sich die neuen Lebenswelten in rund 900 Online-Medien aus dem DACH-Raum niederschlagen.

Zusätzlich wurde analysiert, was Menschen aus Deutschland in diesem Zusammenhang bei Google gesucht haben. Die Ergebnisse zeigen ein Gesamtbild, das sich in sechs Themenkomplexe gliedern lässt (siehe Grafik). Die drei stärksten werden im Folgenden genauer beleuchtet.

WALD STATT KU’DAMM

Sowohl in den von pressrelations untersuchten Medien als auch bei den Google-Suchanfragen erreichte das Thema „Zurück zur Natur“ die mit Abstand umfangreichste Resonanz. Fast die Hälfte der Beiträge (47 Prozent) wiesen einen Bezug zu Aktivitäten im Freien auf. Das Spektrum reichte von „Staycation“ über „Nachbarschaftstourismus“ bis hin zu „Ausflugsziele nahe der Heimat“ und „Alternativurlaub auf Campingplatz“ oder „Hausboot“.

Dabei verrät das Suchinteresse zum Teil große regionale Unterschiede: Während sich die Menschen deutschlandweit sehr für ausgedehnte Spaziergänge interessierten, wurde nach „Hausboot“ vor allem von Nutzern in den Bundesländern Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gesucht.

Ausrüstung, die vor der Pandemie vor allem die Herzen leidenschaftlicher Outdoor-Fans oder Festivalbesucher höherschlagen ließ, stieß plötzlich auf breites Interesse. So gab es in den vergangenen Wintermonaten beispielsweise einen Run auf Thermosbehälter: Der Süddeutschen Zeitung zufolge registrierten Hersteller global eine um bis zu 25 Prozent höhere Nachfrage. Statt Candle-Light-Dinner mit Weingläsern gab es selbst gemachten Glühwein auf der Parkbank.

Äußerst beliebt sind auch Camping, Wandern und jede Form von Individualreisen. Blogs zu Alltagsabenteuern (Micro-Adventures) sind gefragt wie nie. Die Pandemie hat der Faszination für Outdoor-Abenteuer einen Push Richtung Mainstream und vor die eigene Haustür gegeben. Der deutsche Autor und Motivationstrainer Christo Foerster betreibt beispielsweise sehr erfolgreich den Podcast „Frei raus – Abenteuer fürs Leben“.

Der Wandel des Markts birgt für Unternehmen die Chance, neue Zielgruppen zu erschließen. Die Voraussetzung dafür ist […] 

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der März-Ausgabe des prmagazins, wie der Bedürfniswandel durch die Pandemie weitere Trends befeuert, auf welche Weise sich Unternehmen durch den Wandel des Markts neue Zielgruppen erschließen können, welchen Marken dies erfolgreich gelungen ist – und weshalb Online nicht nur ein Vertriebskanal ist, sondern die Einkaufsstraße des 21. Jahrhunderts.