Debattencamp mit Potenzial?

Clubhouse entwickelte sich in Deutschland in Lichtgeschwindigkeit zum Social-Media-Hype. Nach einer Woche waren rund 200.000 Menschen aus Medien, Kommunikation, Politik sowie Promis dabei. Welches Potenzial bietet die reine Audio-App für die professionelle Kommunikation? Eine erste Einschätzung von Annika Schach, Professorin für PR und Geschäftsführerin von segmenta futurist:a.

Annika Schach: „Der Clubhouse-Trend befeuert Kommunikation als reines Hörerlebnis.“

Aus kommunikativer Sicht ist der rasante Start von Clubhouse höchst interessant. Er zeigt, wie technische Entwicklung und gesellschaftliche Situation zusammenhängen. Im aktuellen Lockdown ersetzen Online-Konferenzen Events und Reisen. Nicht wenige verbringen die Abende allein zu Hause. Bereits der Podcast-Trend zeigte eine Renaissance der gesprochenen Sprache, eine Kommunikationssituation rein auditiver Mediennutzung. YouTube und TikTok beeinflussten die Videoästhetik und Instagram die visuelle Kommunikation – der Clubhouse-Trend befeuert Kommunikation als reines Hörerlebnis.

Was heißt das für die Kommunikationsbranche? Die gesprochene Sprache gewinnt für die Branche im Vergleich zum Text an Bedeutung – mit Implikationen für professionelle Beschäftigung sowie Aus- und Weiterbildung. An Clubhouse lassen sich zudem drei wesentliche Merkmale der PR-Kommunikation illustrieren: Die App funktioniert – zumindest aktuell – über Themen mit Relevanz. Erfolgreich ist nur, wer sich über Themen positioniert, die Menschen interessieren und einen Mehrwert schaffen. Klassische Werbung funktioniert nicht. Es braucht Personen, die für Themen stehen. Menschen folgen Menschen, Menschen diskutieren mit Menschen. Auch auf Clubhouse sind Corporate Influencer gefragt, die mit Expertise und Kompetenz Unternehmensthemen vertreten.

Ein dritter Aspekt ist Kreativität. […]

Dieser Text ist ein Auszug. Den kompletten Beitrag von Annika Schach lesen Sie in der Februar-Ausgabe des prmagazins. Darin: wie man Clubhouse kreativ nutzt, wovon der Erfolg der App abhängt und welche Einsatzmöglichkeiten in Zukunft für die Kommunikationsbranche vorstellbar sind.